Case Study Metrohm

Optimierte Übersetzung dank durchgängiger Prozesse

Mit Across wurde der Übersetzungsprozess professionalisiert. Dadurch konnten Qualität, Quantität und zeitliche Verfügbarkeit der Übersetzungen deutlich verbessert werden.

Dr. Roland Döring, Leiter der Technischen Redaktion

Die Metrohm AG ist ein weltweit führender Hersteller von Präzisionsmessgeräten für die chemische Analytik. Neben den Messgeräten entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Applikationen, die den Anwendern helfen, ihre Produktqualität zu sichern, Vorschriften zu erfüllen und Prozesse zu optimieren.

Zu den Kunden zählen die chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie, die Lebensmittelbranche, Metall- und Elektronikindustrie sowie die Wasser- und Umweltanalytik. Dabei werden alle Geräte, einschließlich Software und Zubehör, von der Metrohm AG selbst entwickelt. Angesichts dieser Produktvielfalt ergibt sich folglich ein beachtlicher Dokumentationsaufwand. Handbücher, Online-Hilfen, Softwaretexte, Produktdaten und Marketingmaterialien werden für die Zielmärkte in bis zu 15 Sprachen übersetzt. Diese Herausforderung ist nur mit Hilfe effizienter Prozesse und technologischer Unterstützung zu bewältigen. Seit 2007 koordiniert die Metrohm AG große Teile ihres Übersetzungsaufwands daher mit Hilfe des Across Language Server. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war vor allem die Möglichkeit, das vorhandene Redaktionssystem sowie zu einem späteren Zeitpunkt das Produktinformationssystem direkt anzubinden. Somit konnte das Übersetzungsmanagement nahtlos in den gesamten Redaktionsprozess integriert werden.

Auch die Automatisierung der Datenübermittlung zwischen den Systemen ließ sich über die Schnittstellen realisieren, wodurch die Steuerung der Übersetzungsprojekte vereinfacht und der Zeitaufwand verringert wurde. Pro Projekt können hier circa 10 bis 15 Minuten Arbeitszeit eingespart werden.

Nahtlose Übersetzungsprozesse

Across erlaubt es dem Unternehmen jedoch nicht nur seine Drittsysteme – und die damit arbeitenden Redakteure – anzuknüpfen. Ebenso werden weitere Projektbeteiligte, wie interne Übersetzer und Projektmanager sowie externe Sprachdienstleister, direkt in den Übersetzungsprozess eingebunden. Dabei ermöglicht die Verbindung zwischen mehreren Across Server-Installationen die flexible Verteilung von Aufgaben aus einem definierten Workflow. Zur Bearbeitung des Auftrags haben alle Beteiligten Zugriff auf den zentralen Übersetzungsspeicher (Translation Memory), sodass einmal übersetzte Textsegmente für spätere Projekte wiederverwendet werden können. So werden in der Technischen Redaktion Dokumente auf Deutsch erstellt und nach dem Review durch andere Abteilungen freigegeben.

Anschließend extrahieren die Übersetzungsmanager relevante neue Benennungen zur Erweiterung der Firmenterminologie und führen auf Basis des Translation Memory eine Vorübersetzung durch. Die Mehrheit der Texte mit der Zielsprache Englisch übersetzt ein Mitarbeiter der Metrohm AG; alle anderen Zielsprachen werden via Across an externe Sprachdienstleister delegiert. Die Vorteile von Across zeigten sich besonders bei der Übersetzung der Softwaretexte. Vor dem Einsatz des Translation-Management-Systems wurden diese von den Auslandsvertretungen der Metrohm AG mit Hilfe einer eigens erstellten Datenbankanwendung übersetzt. Diese Vorgehensweise beanspruchte viel Zeit für die Bearbeitung und verursachte häufig Rückfragen.

„Mit Across wurde der Übersetzungsprozess professionalisiert. Dank konsequenter Terminologiearbeit, der Unterstützung durch das Translation Memory und der Zusammenarbeit mit bewährten externen Dienstleistern konnten Qualität, Quantität und zeitliche Verfügbarkeit der Übersetzungen deutlich verbessert werden“, erläutert Dr. Roland Dörig, Leiter der Technischen Redaktion bei der Metrohm AG. „Die nahtlose Anbindung an das Redaktionssystem sowie an den Across Language Server der Dienstleister ermöglicht außerdem die automatische Übermittlung der Daten. Durch die Kombination der Modularisierungsmöglichkeiten mit dem Redaktionssystem und der Wiederverwendung bereits übersetzter Sätze ergaben sich viele Synergien mit einem großen Einsparpotenzial.”

Die Marketingabteilung nutzt für ihre Produktdaten mittlerweile sogar einen weitgehend automatisierten Übersetzungsprozess: Hier werden alle quellsprachlichen Texte gesammelt und einmal pro Woche automatisch an die entsprechenden Sprachdienstleister übergeben.

Terminologiearbeit etablieren

Mit der Professionalisierung des gesamten Übersetzungsmanagements wuchs auch das Bewusstsein für die Bedeutung konsistenter Benennungen auf allen Ebenen. Eine eigens gegründete Terminologiegruppe nahm sich des Themas an und koordiniert seither die kontinuierliche Befüllung der Datenbank. Wie das Translation Memory ist auch das Terminologiesystem für Redakteure, Übersetzer und Lektoren gleichermaßen zugänglich. Mittlerweile steht den Bearbeitern eine umfassende, einheitliche Firmenterminologie zur Verfügung, die zur hohen Qualität von Ausgangstexten und Übersetzungen beiträgt.

Geplante Erweiterungen

Nach der Erstinstallation des Across Language Server im Jahr 2007 wurden 2009 und 2011 bereits Erweiterungen durchgeführt. Diese betrafen die Übersetzung von Softwaretexten und Produktdaten. Für die Zukunft ist in Zusammenarbeit mit der Congree Language Technologies GmbH, einem Tochterunternehmen von Across Systems, die Implementierung einer linguistischen Autorenunterstützung geplant.

Metrohm AG

  • weltweit führender Hersteller von Präzisionsgeräten für die chemische Analytik
  • Branchen: chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie, Lebensmittelbranche, Metall- und Elektronikindustrie, Wasser- und Umweltanalytik
  • Mitarbeiterzahl: 370 in CH, weltweit 1800
  • Übersetzungsvolumen: 100.000 SFR/Jahr
  • Zielsprachen: 15

Ausgangssituation

  • hoher Abstimmungsaufwand per E-Mail
  • inkonsistente Terminologie
  • steigende Anforderungen an die Übersetzungsqualität

Eingesetzte Komponenten

  • Across Language Server
  • crossGrid

Ergebnisse

  • nahtlose Anbindung von Drittsystemen und Sprachdienstleistern
  • einheitliche Firmenterminologie
  • beträchtliches Einsparpotenzial dank Wiederverwendung von Übersetzungen

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